Herzlich Willkommen auf der Website der Gemeinde Halsbrücke

Informationen aus der LEADER Region Klosterbezirk Altzella - Für Fördervorhaben werden 2,8 Mio. Euro bereitgestellt - Fördersätze für Vereine wurden auf 90% erhöht!

Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommunen sind aufgerufen Anträge für Projekte zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie einzureichen.

Die Fördersätze für Vereine wurden in den meisten Handlungsfeldern auf 90% erhöht.

Im Kapitel A werden unter anderem Vorhaben zur Reduzierung von Barrieren, die Sanierung von Vereinshäusern, die Nutzung leerstehender Gebäude und andere Baumaßnahmen gefördert.

Nach Kapitel C können Projekte zum Aufbau oder zur Entwicklung von Netzwerken unterstützt werden. Das können z. Bsp. gemeinsame Vorhaben von Vereinen sein oder  Vorhaben von Unternehmen, welche der Zusammenarbeit mit Schulen dienen.  Unter dem Stichwort Netzwerke ist sehr viel möglich. Nicht investive Vorhaben sind im gesamten Klosterbezirk förderfähig. Es gibt keinen regionalen Ausschluss.

Informationen zu den genauen Fördermöglichkeiten, den Aktionsplan und die Richtlinie sowie die vollständigen Aufrufe finden sich unter  www.klosterbezirk-altzella.com.

Spätester Abgabetermin für  Anträge ist der 13.11.2017.

Es wird dringend empfohlen sich direkt beim Regionalmanagement zu informieren.

Regionalmanagement Klosterbezirk Altzella Frau Möller und Frau Zill
Schulweg 1 in 04741 Roßwein OT Niederstriegis
E-Mail: zill@klosterbezirk-altzella.de oder moeller@klosterbezirk-altzella.de
Tel. 03431 6788720


Aufruf zum Einreichen von Vorhaben im Klosterbezirk Altzella -Konzepte und Management

Die LEADER-Region Klosterbezirk Altzella ruft zur Einreichung von Anträgen zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie auf. Diese wurde am 14.09.2015 durch  das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft bestätigt. Im Zeitraum 2015 bis 2020 kann die Region über Fördergelder in Höhe von 11,3 Mio. € verfügen.

Mit den folgenden Aufrufen werden Anträge für Maßnahmen aus dem Aktionsplan Kapitel E – Konzepte und Management entgegengenommen.

Projektaufruf 04-2017-E1a

Projektmanagement und –begleitung für komplexe Projekte einschließlich internationaler Kooperationsvorhaben sowie Durchführung projekt-vorbereitender Studien und Erstellung integrativer/übergeordneter Konzepte

Höhe des Budgets: 150.000 €

Abgabe von Anträgen im Zeitraum 26.06.2017 - 24.07.2017 (15.00 Uhr)

Die vollständigen Aufrufe  und das Antragsformular liegen im Bauamt ihrer Stadtverwaltung/Gemeindeverwaltung aus. Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite www.klosterbezirk-altzella.com.

Auskünfte erteilt das Regionalmanagement der Region.

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V.
Regionalmanagement LEADER, Steffi Möller
Schulweg 1 in 04741 Roßwein OT Niederstriegis
Tel.: 03431 6788720 und -21

E-Mail: moeller@klosterbezirk-altzella.de


Informationen zum Breitbandausbau in der Gemeinde Halsbrücke - Stand 01.06.2017

Grundsätzlich vertritt der Gemeinderat weiterhin die Auffassung, dass die Versorgung des ländlichen Raumes mit einer Breitbandinfrastruktur stetig zu verbessern und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln ist. Dazu wurde in mehreren Sitzungen öffentlich informiert. Haushaltsmittel wurden bereits, soweit erkennbar, vorsorglich in erheblichem Umfang eingestellt.

Dabei wird es immer Widersprüche zwischen den technischen Möglichkeiten und der örtlichen Realisierbarkeit geben. Weiterhin ist die Frage nach dem Maß der Menge an notwendiger Datenübertragung sehr individuell und nicht abschließend zu beantworten.

In anderen Infrastrukturbereichen (z.B. Trinkwasser, Abwasser, Gas, Strom) erfolgt die entsprechende Versorgung beispielsweise durch Verbände oder kommunale Beteiligungsgesellschaften mit hoher Fachspezifik.

In Anbetracht der Vielschichtigkeit des Themas und auch der unterschiedlichen Bewertung in den Kommunen der Region befinden wir uns in der Phase der Meinungsbildung. Diese ist geprägt von Abstimmungen mit Nachbargemeinden und dem Abgleich von weiteren zeitgleichen Bauvorhaben. Das Ergebnis einer Fachstudie zum Bedarf und zu Realisierungsszenarien liegt mittlerweile vor. Favorisiert wird derzeit die Ausbauvariante FTTC (fibre to the curb), also eine Glasfaseranschlusstechnik, bei der die Glasfaser im Anschlussbereich zwischen einer Ortsvermittlungsstelle und dem Schaltverteiler auf dem Straßenrand (curb) geführt wird. Dort erfolgt eine Signalumsetzung weiter zum Teilnehmeranschluss über vorhandene Kupferadern.

Seit Mai 2017 liegt der 5. Aufruf des Bundes zur Ausbauförderung vor. Eventuelle Antragsvoraussetzungen werden durch die Verwaltung vorbereitet. Bei Bewilligung der Fördermittel Ende 2017 kann die Realisierung mit den entsprechenden vertraglichen Regelungen und Ausschreibungen frühestens Anfang 2018 beginnen.

Ob und in welchem Umfang dann autorisierte Firmen bzw. privatwirtschaftliche Anbieter ein Ausbauinteresse signalisieren ist derzeit offen. Auch muss allen Betroffenen klar sein, dass eine praktische Umsetzung nur in Etappen erfolgen kann. Auch hier gehört zur Transparenz, dass selbst bei idealen Konstellationen weiterhin Geduld und Verständnis gefragt sein werden.

Weiterführende Informationen: http://breitbandbuero.de/ oder www.atenekom.eu

A. Beger
Bürgermeister


Aufruf zum Einreichen von Vorhaben im Klosterbezirk Altzella - Mobilität und Erreichbarkeit

Der Verein Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V. ruft im Rahmen der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 bis 2020, LEADER zur Einreichung von Vorhaben auf. Aus dem Aktionsplan Teil B – Mobilität und Erreichbarkeit wird zur Einreichung von Anträgen zur Vorhabenauswahl aufgerufen. Der Aufruf beinhaltet Vorhaben nach

Kapitel B1 - Mobilität und Erreichbarkeit

des Aktionsplanes.

Nr. des Aufrufes:

03-2017-B1

Datum des Aufrufes:

15.05.2017

Frist zur Einreichung von Anträgen auf Vorhabenauswahl:

11.08.2017  12:00 Uhr

Einzureichen bei:

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzelle e.V.

Schulweg 1

04741 Roßwein OT Niederstriegis

Rechtsgrundlagen:

Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020 (EPLR)  http://www.smul.sachsen.de/foederung/3531.htm

Richtlinie LEADER/ 2014 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft  www.smul.sachsen.de/foerderung/3663.htm

LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) der Region Klosterbezirk Altzella e.V. www.klosterbezirk-altzella.com

Ziele:

Ausbau und/oder Funktionsanreicherung von Orts- und Anliegerstraßen in Baulast der Kommunen, Umsetzung alternativer Mobilitätskonzepte und Ausbau, Neuanlage und Gestaltung von Fuß- und Radwegen

Höhe des Budgets:

B1a     800.000,00 €
B1b       50.000,00 €
B1c     450.000,00 €

Inhalt des Aufrufes:

Kapitel B1a Ausbau und/oder Funktionsanreicherung von Orts- und Anliegerstraßen in Baulast der Kommunen einschließlich Sanierung von Brücken und Durchlässen sofern sie im Zusammenhang mit dem Straßenbau stehen. Diese Vorhaben sollen – wenn möglich – Teil einer Komplex-maßnahme oder von regionaler Bedeutung, Teil eines Dorfumbauplanes oder zur Erschließung von Einrichtungen oder Unternehmen erforderlich sein. Innerörtliche Beleuchtungsanlagen sind unabhängig vom Baulastträger zur Herstellung und/oder Erhaltung der öffentlichen Sicherheit förderfähig. Die Aufwertung durch Großgrün wird angestrebt. Abweichungen sind zu begründen. Ausgewählte Vorhaben werden mit  einem Fördersatz von bis zu 70% unterstützt. Zuwendungsempfänger sind Gebietskörperschaften.

Kapitel B1b  Einzelvorhaben, die sich der Umsetzung alternativer Mobilitäts-konzepte annehmen. Besondere Berücksichtigung sollen hierbei Vorhaben erfahren, die eine Verbesserung der Erreichbarkeit von Freizeitangeboten insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senioren zum Ziel haben.

Kapitel B1c  Ausbau, die Neuanlage und Gestaltung (z. B. Begleitgrün, Beschilderung, Beleuchtung) von innerörtlichen und außerörtlichen Fuß- und Radwegen. Besonders unterstützt werden Lückenschlüsse bestehender Wege sowie die Umgestaltung von Wirtschaftswegen zu Wegen mit multifunktionaler Nutzung. Die Maßnahme bezieht sich ausdrücklich auch auf Naherholungswege. Eine integrierte Verbesserung des Strukturreichtums durch Hecken oder Baumreihen als Begleitgrün ist bei ortsteilverbindenden Vorhaben anzustreben. Abweichungen sind zu begründen.

Voraussetzungen:

Fachförderprogramme sind vorrangig in Anspruch zu nehmen, Zuwendungsempfänger sind im Grundbuch eingetragen, aufgelassen oder eine öffentliche Widmung oder eine Bauerlaubnis mit Zustimmungserklärung liegt vor, sonstige Hinweise und Voraussetzungen – Kohärenzkriterien  unter
www.klosterbezirk-altzella.com

Ausführungszeitraum:

Das Vorhaben soll im Jahr 2017 begonnen und innerhalb von 2 Jahren nach Bewilligung abgeschlossen werden.

Vorhabenauswahl:

Die Vorhabenauswahl erfolgt auf Grundlage der LES Klosterbezirk Altzella anhand von Auswahlkriterien im Rahmen des bereitstehenden Budgets. 

Alle zum Stichtag eingereichten Vorhaben werden stufenweise geprüft:

 1. Kohärenzkriterien

 2. Rankingkriterien mit Mehrwert- und Fachprüfung

Die Liste der Kohärenzkriterien dient der Prüfung der grundsätzlichen Förderfähigkeit entsprechend den CLLD-Anforderungen, den Vorgaben des EPLR und der LES.

Alle Kohärenzkriterien müssen zum Zeitpunkt der Einreichefrist des Aufrufes erfüllt sein. Vorhaben, welche die Kohärenz-kriterien nicht erfüllen, sind von der Förderung ausgeschlossen. Sie werden abgelehnt.

Im Rahmen der Mehrwertprüfung sind mindestens 10 Punkte erforderlich um Berücksichtigung bei der Vorhabenauswahl zu finden. Die Summe aus Mehrwert- und Fachprüfung führt zu einem Punktwert und somit zur Aufstellung einer Reihenfolge zur Auswahl der besten Vorhaben im Rahmen des bekanntgegebenen Budgets.

Vorhaben, die im Rahmen des für diesen Aufruf bereit stehenden Finanz-mittelbudgets nicht berücksichtig werden können, werden ebenfalls abgelehnt. Sofern ein weiterer Aufruf erfolgt, können diese Vorhaben erneut zur Auswahl eingereicht werden.

Beratende Stelle für Auskünfte zum Aufruf und zur LES Klosterbezirk Altzella sowie zu den beizubringenden Unterlagen bis zur Einreichefrist: 11.08.2017

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V.
Regionalmanagement LEADER
Schulweg 1 in 04741 Roßwein OT Niederstriegis
Tel.: 03431 6788720 und -21
E-Mail: moeller@klosterbezirk-altzella.de

Die abschließende Vorhabenauswahl findet voraussichtlich am  14.09.2017 statt.

Innerhalb einer Frist von 2 Monaten (nach Vorhabenauswahl) muss ein Antrag auf Förderung an die zuständige Bewilligungsbehörde gestellt sein.


Aufruf zum Einreichen von Vorhaben im Klosterbezirk Altzella - Leerstehende dörfliche und regionaltypische Bausubstanz um- und wiedernutzen

Der Verein Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V. ruft im Rahmen der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 bis 2020, LEADER zur Einreichung von Vorhaben auf. Aus dem Aktionsplan Teil A – Demografie gerechter Ortsumbau wird zur Einreichung von Anträgen zur Vorhabenauswahl aufgerufen. Der Aufruf beinhaltet Vorhaben nach

Kapitel A1c  - Leerstehende dörfliche und regionaltypische Bausubstanz um- und wiedernutzen

des Aktionsplanes

Nr. des Aufrufes:

02-2017-A1c

Datum des Aufrufes:

15.05.2017

Frist zur Einreichung von Anträgen auf Vorhabenauswahl:

07.08.2017  17:00 Uhr

Einzureichen bei:

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzelle e.V.
Schulweg 1
04741 Roßwein OT Niederstriegis

Rechtsgrundlagen:

Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020 (EPLR)   http://www.smul.sachsen.de/foederung/3531.htm

Richtlinie LEADER/ 2014 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft  www.smul.sachsen.de/foerderung/3663.htm

LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) der Region Klosterbezirk Altzella e.V. www.klosterbezirk-altzella.com

Ziele:

Vorhaben zur Um- und Wiedernutzung leerstehender dörflicher Bausubstanz zum Wohnen, für wirtschaftliche Zwecke bzw. für soziale und/oder kulturelle Angebote

Höhe des Budgets:

519.000,00 €

Inhalt des Aufrufes:

Kapitel A1c umfasst Vorhaben auf Förderung von Investitionen für:

1.     Um- und Wiedernutzung für die Eigennutzung als Hauptwohnsitz und/oder für Verwandte ersten Grades mit der Option eine 2. barrierefreie WE zu schaffen, mit einem max. Zuschuss von bis zu 200 T€ bei einem Fördersatz von 40%, Zuwendungsempfänger sind natürliche Personen

2.     Um- und Wiedernutzung für wirtschaftliche Zwecke einschließlich dazugehöriger Ausstattung mit einem max. Zuschuss von 250 T€ bei einem Fördersatz von 30%, Zuwendungsempfänger sind natürliche Personen, nicht gewerbliche Zusammenschlüsse, Vereine, Gebietskörperschaften und Träger von Unternehmen,

3.     Um- und Wiedernutzung für sozial, kulturelle Zwecke, bei einem Fördersatz von 70%, Zuwendungsempfänger sind nicht gewerbliche Zusammenschlüsse/Vereine, Gebietskörperschaften,

Voraussetzungen:

Zuwendungsempfänger sind im Grundbuch eingetragen oder aufgelassen, Zuwendungen unter 20.000,00 € werden nicht gewährt, sonstige Hinweise und Voraussetzungen – Kohärenzkriterien unter
www.klosterbezirk-altzella.com

Ausführungszeitraum:

Das Vorhaben soll im Jahr 2017 begonnen und innerhalb von 2 Jahren nach Bewilligung abgeschlossen werden.

Vorhabenauswahl:

Die Vorhabenauswahl erfolgt auf Grundlage der LES Klosterbezirk Altzella anhand von Auswahlkriterien im Rahmen des bereitstehenden Budgets. 

Alle zum Stichtag eingereichten Vorhaben werden stufenweise geprüft:

 1. Kohärenzkriterien

 2. Rankingkriterien mit Mehrwert- und Fachprüfung

Die Liste der Kohärenzkriterien dient der Prüfung der grundsätzlichen Förderfähigkeit entsprechend den CLLD-Anforderungen, den Vorgaben des EPLR und der LES.

Alle Kohärenzkriterien müssen zum Zeitpunkt der Einreichefrist des Aufrufes erfüllt sein. Vorhaben, welche die Kohärenzkriterien nicht erfüllen, sind von der Förderung ausgeschlossen. Sie werden abgelehnt.

Im Rahmen der Mehrwertprüfung sind mindestens 10 Punkte erforderlich um Berücksichtigung bei der Vorhabenauswahl zu finden. Die Summe aus Mehrwert- und Fachprüfung führt zu einem Punktwert und somit zur Aufstellung einer Reihenfolge zur Auswahl der besten Vorhaben im Rahmen des bekanntgegebenen Budgets.

Vorhaben, die im Rahmen des für diesen Aufruf bereit stehenden Finanz-mittelbudgets nicht berücksichtig werden können, werden ebenfalls abgelehnt. Sofern ein weiterer Aufruf erfolgt, können diese Vorhaben erneut zur Auswahl eingereicht werden.

Beratende Stelle für Auskünfte zum Aufruf und zur LES Klosterbezirk Altzella sowie zu den beizubringenden Unterlagen bis zur Einreichefrist: 07.08.2017 um 17:00 Uhr

Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V.
Regionalmanagement LEADER
Schulweg 1 in 04741 Roßwein OT Niederstriegis
Tel.: 03431 6788720 und -21
E-Mail: moeller@klosterbezirk-altzella.de

Termin der abschließenden Vorhabenauswahl ist voraussichtlich der 14.09.2017.

Innerhalb einer Frist von 2 Monaten (nach Vorhabenauswahl) muss ein Antrag auf Förderung an die zuständige Bewilligungsbehörde gestellt sein.


Auslegung und Beteiligung des Regionalplanentwurfs Region Chemnitz - Stellungnahme der Gemeinde

Auslegung und Beteiligung des Regionalplanentwurfs Region Chemnitz gemäß § 9 und 10 Raumordnungsgesetz (ROG) in Verbindung mit § 6 Abs. 2 des Gesetzes zur Raumordnung und Landesplanung des Freistaates Sachsen (Landesplanungsgesetz – SächsLPlG)

hier: Stellungnahme der Gemeinde Halsbrücke

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum oben genannten Entwurf des Regionalplans Region Chemnitz einschließlich Windenergiekonzept nimmt die Gemeinde Halsbrücke wie folgt Stellung:

zu Z 2.3.1 Vorranggebiete für Landwirtschaft:

Mit der Ausweisung der Vorranggebiete für die Landwirtschaft, die laut Entwurf des Regionalplanes fast flächendeckend ist, gestaltet sich die Erweiterung von Siedlungsflächen im Gemeindegebiet sehr restriktiv. Sogenannte Eigenentwicklergemeinden müssen weiterhin die Chance haben, dass bei begründeten gewerblichen Entwicklungen oder Standorterweiterungen Ausnahmen an vertretbaren Standorten zulässig sind. Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die Gefahr der Verdichtung der überwiegend noch vorhandenen historischen Dorfstrukturen (Waldhufendörfer) besteht, wenn keine weiteren Wohnbauflächen zulässig sind. Somit ist die Umsetzung des Ziels Z 1.2.10 „Erhaltung der Waldhufendörfer“ im Hinblick auf die Vorranggebiete für Landwirtschaft problematisch.

Zum Windenergiekonzept:

Der Entwurf des Windenergiekonzeptes hält an der Ausweisung des Vorrang- und Eignungsgebietes (VREG) Großschirma/Halsbrücke fest. Dieses Gebiet war bereits in der Teilfortschreibung des Regionalplanes Chemnitz-Erzgebirge bezüglich der Planansätze zur Nutzung der Windenergie aus dem Jahr 2005 enthalten. Im Vergleich zu dieser Teilfortschreibung ergeben sich im vorliegenden Windenergiekonzept aber enorme Veränderungen. So hat sich die ausgewiesene Fläche des VREG verdoppelt, die Anzahl der Windkraftanlagen soll sich sogar verdreifachen (von derzeit 7 WKA auf künftig 20 WKA). Dies steht im massiven Widerspruch zu den Stellungnahmen der Gemeinde aus den Jahren 2005 (Zustimmung zu maximal 7 WKA) und 2013 im Rahmen der Beteiligung an der Ausarbeitung des Planentwurfs.

Die Erweiterung des VREG Großschirma/Halsbrücke lehnt die Gemeinde Halsbrücke in der vorliegenden Form ab.

Aus Sicht der Gemeinde ist die Weiterentwicklung in Richtung des FFH-Gebietes Bobritzschtal aus naturschutzrechtlicher Sicht bedenklich. Zwischen dem Tal der Freiberger Mulde und dem Bobritzschtal bestehen bereits bedeutende Vernetzungen verschiedener Lebensräume. Die Gemeinde behält sich vor, zur Bestandsbewertung und zukünftigen Sicherung, eine artenschutzfachliche Beurteilung vornehmen zu lassen.

Diese soll, neben einer genauen Erfassung des bestehenden Arteninventars, eine aktuelle Bewertung des naturräumlichen Potentiales dieses Gemeindegebietes ermöglichen.

In Folge ist durch gezielte Maßnahmen und  Festsetzungen eine weitere nachhaltige, flächenhafte Verbindung und Weiterentwicklung dieses bedeutsamen Landschaftsraumes möglich.

Weiterhin geben wir zu bedenken, dass mit Eintritt der Rechtskraft des Bebauungsplanes Nr. 8 Sondergebiet Windkraft „Auf den Langen“ für die sich daraus entwickelten Anlagenstandorte auch Planungssicherheit für den jeweiligen Bauherrn im Hinblick auf die Ergiebigkeit des Windpotenzials ergeben hat. Mit der geplanten überproportionalen Erweiterung des Windparks ist unter Umständen mit Ertragsausfällen und daraus resultierenden Ersatzforderungen zu rechnen.

Des Weiteren geben wir zu bedenken, dass aufgrund der Verringerung des Abstandes zur Wohnbebauung und der erhöhten Anlagenanzahl in der Hauptwindrichtung (Westen) Teile der Ortslage Krummenhennersdorf erheblich störend beeinträchtigt werden könnten.

Von besonderer kultureller Bedeutung für das Gemeindegebiet ist die 140 m hohe Halsbrücker Esse am Sandberg nördlich der Ortslage Halsbrücke oberhalb der Muldenaue. Auch im regionalen Windkonzept fand dieses kulturelle und industriegeschichtliche Wahrzeichen (technisches Baudenkmal) eine entsprechende Würdigung (hohe/mittlere Bedeutungsstufe). Eine Beeinträchtigung der Blickachsen ist distanzbedingt gegeben. Insbesondere aus einer südöstlichen Blickrichtung kommt es zu visuell sichtbaren Überlagerungen bereits mit den vorhandenen 7 WKA. Bei einer Erhöhung auf 20 WKA erhält das Gebiet eine noch größere Dominanz gegenüber dem Denkmal, welches somit an optischer Bedeutung verliert.

Sonstige Hinweise:

-       Auf Karte 1.1 Raumnutzung ist die Bahnlinie, welche nach Halsbrücke führte, noch eingezeichnet. Diese ist mittlerweile aber entwidmet und sollte entfallen.

-       Auf Seite 156 des Regionalen Windenergiekonzeptes ist der Bebauungsplan Nr. 8 „Auf den Langen“ mit Verfahrensstand E 25.04.2009 aufgelistet.

Dieser Bebauungsplan ist seit 12.02.2010 rechtskräftig.

Wir bitten um Berücksichtigung der oben genannten Bedenken und Hinweise und Mitteilung über das Abwägungsergebnis.

Mit freundlichen Grüßen

A. Beger
Bürgermeister